Kautschuk

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KATEGORIE: HANDWERKSKUNST
„Kautschuk avancierte zum Material par excellence für Sportuhrenarmbänder"
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Kautschuk: das Material, das die Welt der Sportuhren nachhaltig verändert hat

Die Geschichte der Begeisterung von Hublot für Kautschuk ist von Kühnheit und Weitsicht geprägt. Sie bildet die Grundlage für die „Kunst der Fusion“, die auch heute noch spürbar ist.

1980 gründete Carlo Crocco die fest in der Welt des Wassersports verankerte luxuriöse Sportuhrenmarke Hublot. Als begeisterter Segler war Carlo Crocco unzufrieden mit den damals üblichen Uhrenarmbändern aus Metall oder aus Leder. Er beschloss daher, eine Uhr zu entwerfen, die sowohl mit Anzug und Krawatte als auch an Bord eines Segelboots schick aussah. Da er nicht gerne Metallarmbänder trug und Lederarmbänder für Kontakt mit Seewasser nicht geeignet sind, entschied er sich, ein Material auszuprobieren, das damals noch als unkonventionell galt: Kautschuk.

Als Hublot in den 1980er-Jahren Uhrenarmbänder aus Kautschuk einführte, gab es Vorbehalte, die sich jedoch als falsch erweisen sollten – Kautschuk avancierte zum Material par excellence für Sportuhrenarmbänder. Ein Kautschukarmband ist weicher und langlebiger als herkömmliche Lederarmbänder und sieht nicht so kompromisslos sportlich aus wie ein Metallarmband. Des Weiteren ist Kautschuk nicht nur optimal für Wassersport geeignet, es lässt sich auch abwaschen, ohne im Laufe der Zeit Zeichen von Verschleiß oder Zersetzung aufzuzeigen, wie es bei traditionellen Lederarmbändern der Fall ist.

Heute bietet Hublot sein charakteristisches Kautschukarmband in unterschiedlichsten Farben und Texturen an, die jeweils perfekt auf die einzelnen Modelle abgestimmt sind. Darüber hinaus kombiniert Hublot Kautschuk ebenfalls mit anderen Materialien wie Kalbs- und Alligatorleder, feuerfestem NOMEX-Gewebe und sogar Jeansstoff.

Über das Material

Kautschuk ist ein natürlicher Latexverbundstoff, der hauptsächlich aus dem Parakautschukbaum (Hevea brasiliensis) gewonnen wird. Als hyperelastisches Material von großer Dehnbarkeit und Widerstandsfähigkeit ist Kautschuk in unterschiedlichsten Bereichen sehr begehrt.

Synthetischer und natürlicher Kautschuk werden gewöhnlich gemeinsam verwendet, da sich ihre Eigenschaften ergänzen und zusammen ein besonders leistungsstarkes Material ergeben. Natürlicher Kautschuk ist schwarz und muss bei der Verarbeitung mit Zusatzstoffen wie Kalk und Kieselerde versetzt werden, um Farbe anzunehmen.

Eine wissenswerte Begebenheit: Im England des 18. Jahrhunderts fand der berühmte Naturphilosoph Joseph Priestley heraus, dass das damals gerade entdeckte Material mit dem französischen Namen Caoutchouc hervorragend geeignet war, um Bleistiftspuren von Papier zu entfernen – daher seine englische Bezeichnung Rubber, die so viel bedeutet wie (Radier-)Gummi.

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