Wasserdichtigkeits- und Chronometrie-Prüfungen

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KATEGORIE: HANDWERKSKUNST
„So wird sichergestellt, dass alle Hublot Uhren einwandfrei funktionieren."
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Für einwandfrei funktionierende Uhren.

Um sicherzustellen, dass jeder Zeitmesser, der die Manufaktur verlässt, perfekt funktioniert, hat Hublot eine strenge Testreihe entwickelt, die alle Uhren ohne Ausnahme durchlaufen müssen.

Wasserdichtigkeit

Die Wasserdichtigkeitsprüfung beginnt mit den zusammengesetzten Gehäusen, die ohne Uhrwerk in ein Wasserdrucktestgerät gelegt werden, das die in unterschiedlichen Wassertiefen herrschenden Druckverhältnisse – gewöhnlich zwischen 5 und 10 bar – simuliert. Für bestimmte Uhren wie die Oceanographic 4000, die für weitaus größere Tiefen geeignet ist, verwendet Hublot ein besonderes Gerät, das Druckverhältnisse wie in 4000 Metern unter Wasser herstellt.

Sobald die erste Testphase der Wasserdichtigkeit erfolgreich beendet ist, werden die Gehäuse auf Feuchtigkeit untersucht. Dazu werden sie auf Metallscheiben gelegt, die vorab auf 55 °C erhitzt wurden und anschließend schnell auf ca. 15 °C abgekühlt werden. Wenn sich Kondenswasser unter dem Glas absetzt, ist das Gehäuse entweder nicht vollständig dicht oder es hat sich Feuchtigkeit in seinem Innern festgesetzt, die nicht mehr entweichen kann.

Anschließend werden die getesteten Gehäuse in die Montageabteilung zurückgeschickt, um ihr jeweiliges Uhrwerk zu erhalten. In einem Hightech-Vakuum wird eine abschließende Wasserdichtigkeitsprüfung durchgeführt, um zum einen herauszufinden, ob es ein Leck oder eine Schwachstelle gibt, und zum anderen festzustellen, welches Bauteil defekt ist.

Chronometrie

Sobald der Uhrmacher das Uhrwerk vollständig zusammengesetzt hat, wird es an die Chronometrie-Abteilung übergeben. Dort wird ein erster Test durchgeführt, bei dem die Uhren zunächst etwa zwei Stunden lang aufgezogen werden, bevor sie 45 Minuten lang in einer starren Position laufen. So wird überprüft, dass das Uhrwerk während des Tests nach Standard-Gangrate läuft.

Da Handgelenke sich jedoch unentwegt in alle möglichen Richtungen bewegen, werden die Uhren in insgesamt sechs verschiedenen Positionen getestet, um Gang, Schlag und Schwingungsweite des Uhrwerks bei den Arm- und Handgelenkbewegungen zu untersuchen.

Nachdem das Uhrwerk den Test in den sechs verschiedenen Positionen durchlaufen hat und die Ergebnisse vorliegen, kann der Uhrmacher den durchschnittlichen täglichen Gang berechnen. Nach den Kriterien von Hublot ist eine Gangschwankungsbreite von 0 bis + 10 Sekunden pro Tag akzeptierbar. Geht das Uhrwerk jedoch um mehr als 10 Sekunden pro Tag vor oder läuft es gar zu langsam, wird es zur Feineinstellung oder erneuten Zusammensetzung wieder an den Uhrmacher zurückgeschickt. So wird sichergestellt, dass alle Hublot Uhren einwandfrei funktionieren.

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